Heute haben wir kleine Künstler ausgebildet. Wir haben die App Gravity Sketch auf allen Brillen gestartet und erklärt, wie man verschiedene Pinsel auswählen und Farben wechseln kann. Dann habe ich als „Spielleiter“ allen gleichzeitig Malaufträge gegeben, die parallel in den einzelnen VR-Welten umgesetzt wurden. „Male eine gelbe Sonne … die eine grüne Wiese bescheint … auf der eine rote Blume wächst … und ein großer Baum … unter dem du sitzt … mit einer VR-Brille auf der Nase … und daneben das VR-Spiel, was du dar spielen würdest.“

Einige hatten ganz unterschiedliche Probleme. Von einer Brille, die spontan Updates installieren wollte über einen Teilnehmer, der versehentlich ein falsches Menü geöffnet hat und nicht mehr malen konnte, bis zu Leuten, die nicht wussten, wie bestimmte Dinge umzusetzen sind. In den meisten Fällen habe ich die Erfahrungen sammeln lassen, nur bei echten Neckbreakern habe ich eingegriffen und Probleme gelöst, damit es weitergehen konnte. Und am Ende kamen ganz unterschiedliche Bilder raus.

In der Reflektionsrunde haben wir uns alle Kunstwerke auf der großen Leinwand angeschaut und wertgeschätzt, was die Leute gemalt haben. Ganz unterschiedliche Stile, Zeichentechniken und Niveaus, aber niemand wurde gedisst oder ausgelacht, sondern es war eine unterstützende Atmosphäre bei der alle sich ermutigt und weitergeholfen haben.

Auch im zweiten Block, als wir noch Gorilla Tag gespielt haben, gab es viele unterstützende Szenen, wo Leute sich ggs virtuelle Freundschaftsbänder geschenkt haben, miteinander unterwegs waren oder sich geholfen haben. Aber es gab auch Zerwürfnisse, Frust und Ärger, wenn nicht alle das gleiche Ziel hatten oder einfach überdreht waren. So nah liegen manchmal Freude und Leid zusammen. Gut, dass es am Ende bei aller Immersion „nur ein Spiel“ ist.